Einrichtungsbeschreibung – Hort – Beispiel

Einrichtungsbeschreibung

Der Hort, in dem ich mein sechs wöchiges Praktikum absolvierte, befindet sich in der evangelischen integrativen Kindertagesstätte xxx in Musterstadt. Die Einrichtung ist eine von neun Kindertagesstätten der xxxx und befindet sich im Stadtteil xxxx. Dieser Stadtteil liegt im Nordwesten der Stadt und wurde von 1976 bis 1984 erbaut. Es ist einer der kleinsten Stadtteile und weist nur rund xxx Einwohner auf.
Die Einrichtung liegt ein wenig versteckt im xxxxx  20, welches den für xxxx typischen „Wohnschlangen“ zu verschulden ist. Dennoch ist die Kindertagesstätte gut und schnell für Eltern und Mitarbeiter zu erreichen.
Von der S-Bahn Haltestelle xxxx sind es ca. 5 Minuten Fußweg. Auf dem Weg dorthin befindet sich das Einkaufszentrum xxxx sowie das Kinder- und Jugendzentrum „xxxxx“ vom xxxxx . Durch ihre Lage weist die Einrichtung einen höheren Anteil von Kindern aus sozialschwachen oder Familien mit Integrationshintergrund auf, als in anderen Stadtteilen.
Die Öffnungszeiten der Einrichtung sind werktags von 06:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Die Schließzeiten begrenzen sich auf die Wochenenden und Feiertage, auf zwei Weiterbildungstage im Jahr sowie auf drei Wochen in den Sommerferien.
Der Hort hat von 10:30 Uhr bis 16:00 Uhr für die Schüler und Schülerinnen der Grundschule xxx geöffnet.
Geleitet wird die Kindertagesstätte, inklusive Hort von Frau xxxx, zusammen mit ihrer Stellvertreterin Frau xxxx. Das gesamte Team der Einrichtung setzt sich aus xxxx staatlich anerkannten Erzieher/innen, xxxx staatlich anerkannten Heilerzieherinnen, xxxx staatlich anerkannten Logopäden und einer Kinderpflegerin in der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin zusammen. Komplett gemacht wird das Team von xxx Hausmeistern und xxx Hauswirtschaftskräften. Zum Zeitpunkt meines Praktikums befinden sich zusätzlich noch zwei weitere Praktikanten und eine FSJlerin zur Unterstützung in der Einrichtung.
Im Hort ist die staatlich anerkannte Erzieherin Frau xxxx alleine tätig, die darüber hinaus durch ihre Zusatzqualifikation im Bereich der Religionspädagogik die religionspädagogischen Angebote, einmal wöchentlich in der Kindertagesstätte übernimmt.
Aufgrund der aktuellen Umbau- bzw. Sanierungsarbeiten in der Einrichtung ist der Hort ausgelagert und befindet sich in der xxxx Straße 24 in den Räumlichkeiten der Kirchgemeinde xxxxx.
Den Kindern stehen dort ein kleiner Essens- bzw. Hausaufgabenraum zu Verfügung und ein großer Bau- und Spielraum. Zusätzlich dazu befindet sich in der Gemeinde eine Garderobe mit Abstellmöglichkeiten für Roller und Spielsachen des Außenbereiches sowie eine kleine Küche zur Mitbenutzung. Eine eingezäunte Außenfläche steht leider nicht zur Verfügung, aber die Kinder haben die Möglichkeit sich draußen auf einer Grünfläche frei zu bewegen. Nach Beendigung der Bauarbeiten in der Einrichtung zieht der Hort zurück in den xxxx 20. Dort steht dem Hort dann eine von insgesamt acht Gruppenraumkombinationen zu Verfügung. Diese beinhaltet drei Räume inklusive Küche, zwei Bäder und eine großzügig gestaltete Garderobe. Des Weiteren haben die Hortkinder wieder die Möglichkeit, die xxxx qm große Außenfreifläche der Einrichtung „xxx“ zu nutzen. Diese umfasst fünf Sandkästen, ein Spielhaus, eine große Spiellandschaft mit Rutsche, eine Kletterlandschaft für jüngere Kinder, ein Außentrampolin, zwei Wipptiere, eine Nestschaukel, eine Wackelbrücke, ein Tastpfad, einen Spielcontainer mit diversen Fahrzeugen und Sandspielzeug, sieben Sitzgruppen und eine Feuerstelle. Zurzeit wird aber auch diese noch umgebaut und ist nur teilweise nutzbar.
Insgesamt werden aktuell xxx Kinder in der Einrichtung betreut. Diese setzten sich aus xxx Krippenkindern im Alter von 0,3 bis 3 Jahren, xxx Kindergartenkinder im Alter von 3 bis 6 Jahren und xxx Hortkinder im Alter von 6 bis 9 Jahren zusammen. Von den xxx Krippen und Kindergartenplätze sind aktuell davon xxx integrative Plätze. Jene, bei denen Sprachauffälligkeiten, Entwicklungsverzögerungen, Wahrnehmungsstörung, Blindheit und Gehörlosigkeit auftreten, sind auf fünf Integrativgruppen aufgeteilt. Im Haus wird hierbei nach zwei Integrationsmodellen gearbeitet, drei Gruppen sind integrative Sprachheilgruppen und zwei stellen Eingliederungshilfe. Speziell im Hort befinden sich drei Kinder mit Migrationshintergrund und mehrere mit Sprachauffälligkeiten. Einer der Hauptmerkmale, die sich die Einrichtung gesetzt hat, ist daher auch die Sprachförderung.

Das pädagogische Konzept 

Das pädagogische Konzept, nach der die Einrichtung arbeitet, bezieht sich auf alle Altersklassen und alle Gruppen in der Kindertagesstätte einschließlich des Hortes.

Die Grundlagen für die pädagogische Arbeit in der evangelischen integrativen Einrichtung ist das Bild vom eigenaktiven Kind. Die Kinder sollen sich selbstbestimmend die Welt aneignen, sich ein Bild von ihr machen und ihren eigenen Platz in ihr finden. Um dies für die Kinder möglich zu machen, orientiert sich die Einrichtung an der Montessori Pädagogik. Dies ist eine Pädagogik, die vom Kinde aus geht und voraussetzt, Kinder mit ihren Entwicklungsbedürfnissen nach Selbstständigkeit, spontaner Aktivität und Bewegung zu unterstützen. Den Kindern stehen die entsprechenden Materialien, die die verschiedensten Sinne anregen sollen in der Einrichtung zur freien Verfügung. Der Lernprozess im Umgang mit diesem besonderen Material wird fachlich begleitet.
Damit sich Kinder die Welt selbstbestimmend aneignen können, ist es des Weiteren wichtig nach dem Situations- und Themenorientierten Ansatz zu arbeiten. Die Einrichtung arbeitet nach diesem Ansatz mit integrierter Religionspädagogik und orientiert sich dabei an den Leitlinien der evangelischen Kindertageseinrichtungen in xxxx. Hauptaugenmerk wird dabei auf die Sprache, die Bewegung und die Religion gelegt. Speziell im Hort wird nach einem offenen Konzept gearbeitet, das heißt, den Kindern stehen Angebote aus allen Bildungsbereichen zur Verfügung wie unteranderem Chor, Theater, Lese- und Vorlesestunden, Kreativ- und Umweltwerkstatt oder Religionsangebote. Um diese zeitlich passend in den Hortalltag zu integrieren, arbeitet die Einrichtung eng mit der Grundschule xxxxx zusammen. Einmal wöchentlich findet eine Kinderkonferenz statt, in der die Woche gemeinsam reflektiert wird und neue Ideen und Vorschläge für die Zeit im Hort gesammelt werden. Die Kinder werden in Entscheidungen mit einbezogen, die ihren Alltag in der Einrichtung betreffen. Die Erzieher aus der Einrichtung geben einen Teil ihrer Entscheidungsmacht an die Kinder ab. Dieser Prozess ist wichtig für die Kinder um Selbstverantwortung zu übernehmen.

 

Umsetzung der gesetzten Schwerpunkte: Sprache, Bewegung und Religion

In der Einrichtung werden regelmäßig etwa 20 Prozent der Kinder mit Deutsch als Zweitsprache betreut. Da das Beherrschen der deutschen Sprache die Grundlage für eine erfolgreiche Integration der Kinder darstellt, wird im täglichen Ablauf mit den Kindern klar, einfach und deutlich deutsch gesprochen. Da das erfolgreiche Lernen einer Zweitsprache aber auf dem sicheren Beherrschen der Muttersprache basiert, wird die Kommunikation zwischen Eltern und Kind in ihrer jeweiligen Muttersprache von der Einrichtung akzeptiert. Dennoch werden auch die Eltern ermutigt ebenfalls die deutsche Sprache zu erlernen, damit die Kinder besser beim Lernen unterstützt werden.
Außerdem betreut die Einrichtung derzeit fünf Kinder mit Sprachauffälligkeiten, deren Muttersprache deutsch ist. Diese Kinder leiden unter anderem an Gehörlosigkeit und Blindheit in Kombination mit einer geistigen Behinderung und haben eine Eins-zu-Eins Betreuung. Die Therapie der sprachlichen Auffälligkeiten wird von der hauseigenen Logopädin dreimal wöchentlich durchgeführt. Eine weitere Besonderheit im Bereich Sprache ist die Arbeit mit der bilingualen Förderung bei gehörlosen und hörenden Kindern in einer Gruppe der Einrichtung. Dies bietet den Kindern eine breite Palette an Lernmöglichkeiten wie zum Beispiel die Gebärdensprache.
Im Bereich der Bewegung werden den Kindern Prinzipien der Psychomotorik realisiert. Damit wird den Kindern auf einer kindgerechten Art die Auseinandersetzung mit sich und seinem Körpern ermöglicht. Das heißt, die Kinder können frei von Leistungsdruck schaukeln, klettern, springen, balancieren und spielen, wie sie möchten. Für diese Auseinandersetzung mit sich und ihrem Körper bietet die Einrichtung durch ihre großzügig gestaltete Außenfläche genügend Möglichkeiten. Einmal wöchentlich werden zusätzlich psychomotorische Angebote im Turnraum der Einrichtung angeboten. Da die Ernährung auch in den Punkt Bewegung mit reinspielt, wird einmal im Monat in den 4 Kinderküchen zusammen gekocht, um die Kinder an gesunde Ernährung sowie deren Zubereitung langsam heranzuführen.
Die religionspädagogische Arbeit wird in enger Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde xxxx durchgeführt. Die kirchlichen Feste und Feiern wie zum Beispiel Ostern oder Weihnachten werden zusammen mit der Gemeinde „xxxx“ gefeiert. So erarbeiten sich die Kinder ihr Wissen über biblische Inhalte selbst durch das Planen, Vorbereiten und gemeinsame Durchführen der Feste. Weiterhin wird die Religionspädagogik, zum Beispiel durch das sprechen von Tischgebeten in den Alltag der Kinder integriert.


Häufig gestellte Fragen

  • Hallo. Ich mache Erzieherausbildung und muss eine Situationsanalyse schreiben von Kindergarten. Konnten Sie bitte mir helfen. Ich muss auch bild vom Kind, Reflexion und unw. Schreiben. Haben Sie ein Beispiel fur mich. Ich brauche sehr dringend Hilfe

    Ich mache die Ausbildun in Helene lange Sahile

    Erzieherspickzettel-Team

    Hey,

    wenn du deinen Kindergarten beschreiben sollst findest du auf unserer Seite auch Einrichtungsbeschreibungen für Kindergärten.

    Falls du eine Situationsanalyse für die Gruppe meintest schaue dir einfach mal ein paar an. Du findest welche in der Kategorie Planung.

     

    Zum Bild vom Kind findest du hier etwas.

    Ich hoffe die Beispiele die du so findest helfen dir weiter.

     

     


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