Selbsteinschätzung – Kita – Beispiel

Selbsteinschätzung

Zehn Wochen voller neuer Erfahrungen, Erlebnissen und Herausforderungen liegen nun hinter mir. Ich habe eine anstrengende, aber auch eine sehr schöne und lehrreiche Zeit erlebt. Nach einem nicht ganz optimalen Start in der Integrativgruppe „xxx“ wechselte ich mit dem Einverständnis der Kita-Leitung in die Gruppe der „xxx“ und begann dort nochmal ganz von Neuem. Die mir noch acht verbleibenden Wochen mit den Kindern aus dieser Gruppe und meiner neuen Mentorin, haben mich in vielen Bereichen weitergebracht und ich habe viel über mich selbst gelernt. Die erste Zeit fühlte ich mich noch sehr unsicher in der Gruppe und wusste nicht, wie ich mich richtig den Kindern gegenüber verhalten sollte. 
Meine Mentorin zog mich aber schnell mit in das Tagesgeschehen ein.  
Durch die mir übertragenen Aufgaben gewann ich an Sicherheit. Ich wurde in meinem Handeln mit den Kindern bestärkt, was mir sehr half meine Unsicherheit zu überwinden. Wie reagiert man richtig, wenn Kinder einen Konflikt untereinander haben oder ein nicht angebrachtes Verhalten an den Tag legen? Mit all diesen Situationen wurde ich konfrontiert und lernte mit der Zeit immer besser damit umzugehen und richtig zu handeln. Ich konnte viel von meiner Mentorin übernehmen und wurde immer sicherer in der Kommunikation mit den Kindern.  
Meine größte Baustelle war und ist das richtige Einsetzen der Stimme, sowie der Mimik und Gestik. Beim Vorlesen war dies allerdings kein Problem für mich, durch das Einsetzen von verschieden Stimmlagen, Lautstärken, Betonungen und Gesichtsausdrücken hatte ich die volle Aufmerksamkeit der Kinder. Um genau diesen Erfolg auch in der Alltagssituation zu erzielen, probierte ich mich mit verschiedenen Spielen, Liedern und Mitmachgeschichten aus und gewann stetig mehr Vertrauen in mein Können. 
Ich habe stets versucht mich in die Höhen und Tiefen der Kinder hineinzuversetzen und dies auch nach außen hin zu zeigen. Die Kinder bauten dann auch schnell Vertrauen zu mir auf und schlossen mich in Ihr Herz. Nach den acht Wochen kann ich gegenwärtig sagen, dass ich eine sehr gute Beziehung, sowie ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu den Kindern aufgebaut habe und sie mich als Autoritätsperson akzeptieren. Ich habe immer versucht, die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und mein Wissen an sie weiterzugeben. Durch meine Angebote  aus den verschiedenen Bildungsbereichen, habe ich die Kinder stetig besser einschätzen gelernt und konnte meine folgenden Angebote speziell auf sie anpassen. Meine Angebote habe ich genau geplant, aber schon beim ersten musste ich feststellen, dass man als Erzieher flexibel sein muss. Die Kinder haben immer ihre ganz eigenen Ideen und Wünsche mit eingebracht und es war mir eine große Freude darauf einzugehen. Nicht alles, was die Kinder sich wünschten, war umsetzbar, aber ich bemühte mich stets. Durch die Angebote merkte ich auch schnell, dass eine Differenzierung der Kinder wichtig war. Die erste Zeit viel mir das noch schwer, aber ich merkte schon bald, wie ich mit jedem Kind individuell umzugehen hatte. Jedes Kind ist individuell entwickelt und hat genau wie wir seine Stärken und Schwächen. Während bei manchen Kindern zum Beispiel schon ein Blick ausreichte, musste ich bei anderen mehrfach etwas sagen. Mit einigen Kindern kann man rumalbern und sie verstehen den Spaß, andere wiederum nehmen das gesagte ernst und reagieren sehr sensibel. Ich habe gelernt, dass es für meine zukünftige Arbeit sehr wichtig ist, Verständnis, Ruhe und Sicherheit gegenüber den Kindern auszustrahlen. Des Weiteren ist es wichtig zu lernen, sich individuell auf jedes Kind einzustellen, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu fördern. Abschließend kann ich sagen, dass ich viele neue Erfahrungen gesammelt habe und gegenwärtig gut einschätzen kann, wo meine Stärken und Schwächen in der pädagogischen Arbeit mit Kindern liegen.  


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