Gruppenbeschreibung / Gruppenanalyse – Kita – Beispiel

Gruppenbeschreibung

Gruppenbeschreibung

In meinem zehnwöchigem Praktikum hatte ich nach einem anfänglichen Gruppenwechsel, acht Wochen lang Zeit, die 18 Kinder der xxx Gruppe intensiv kennen zu lernen. Die Gruppe besteht aus neun Jungen und neun Mädchen, die alle bereits das 5. Lebensjahr erreicht haben.
Meine Mentorin Frau xxx betreut die Kinder bereits seit ihrem 3. Lebensjahr.
Die Kinder schlossen mich bereits nach wenigen Stunden in ihr Herz und auch ich fühlte mich auf Anhieb wohl. Die ersten Tage nutzte ich zum Beobachten und Kennenlernen. Mir viel direkt auf, dass ich es hier mit 18 kleinen individuellen Persönlichkeiten zu tun habe.
In den laufenden Wochen lernte ich jedes einzelne Kind näher kennen und kann gegenwärtig die Kinder einschätzen. Alle Kinder sind ihrem Alter entsprechend entwickelt und ausgesprochen selbstständig was das An- und Ausziehen, den Toilettengang, das Bettenbauen und Essen während der Mahlzeiten betrifft.
Es bedarf nur ab und an Hilfestellung bei eventuell schwierig anzuziehenden Schuhen oder beim Verstauen der Matratzen im Bettenschrank.
Sprachlich ist die Mehrheit der Kinder gut entwickelt. Nachholbedarf beim richtigen Satzbau und der Grammatik bedürfen noch 2 Kinder aus der Gruppe, von dem eins in logopädischer Behandlung ist. M. lispelt ein wenig, aber in diesem Fall ist keine spezielle Förderung von Nöten.
In der Gruppe befinden sich zwei Kinder mit russischen Wurzeln und ein Kind mit armenischen Wurzeln. Alle drei Kinder verstehen die deutsche Sprache gut. Jedes von ihnen spricht für seine individuell andauernde Zeit im Kindergarten befriedigend bis sehr gut Deutsch. Die Kinder zeigen ein Interesse an anderen Sprachen und so können sie bereits erste englische Wörter sprechen. Einzelne können auf Russisch zählen.
In der Grobmotorik wird deutlich, dass Bewegungsspiele und Sportangebote sehr beliebt sind bei den Kindern. Bis auf ein Kind, das noch etwas unbeholfen in seiner Bewegung wirkt, sind alle auf einem sehr guten Entwicklungstand. Durch die wöchentlichen Sportstunden im Atrium und den regelmäßigen Besuchen in der Sporthalle-xxx, sowie in xxxx haben die Kinder die Möglichkeit, sich sportlich auszupowern. Viele Übungen aus dem Lauf-ABC sind den Kindern namentlich, sowie auch von der Bedeutung her bekannt. Sie sind sehr bewegungsfreudig, ausdauernd und auch leistungsfähig. Am liebsten spielen die Kinder „Feuer, Wasser, Sturm“ aber auch Spiele, wie „Der Plumpsack geht rum“ sorgen für Begeisterung. In meinem Praktikum konnte ich die Kinder des Öfteren dabei beobachten, wie sie aus Eigeninitiative einige der Spiele selbstständig organisiert haben. Bis auf einen „kleinen“ Einzelgänger, der lieber alleine spielt, haben alle ihren festen Spielpartner in der Gruppe. Auch das gemeinsame Spiel ist bei vielen gewollt und die unterschiedlichsten Gruppen von Kindern bilden sich im Freispiel.
Momentan spielen sie gerne mit den unterschiedlichsten Bausteinen und konstruieren Raumschiffe, Raketen und Fantasiegebäude.
Des Weiteren leben sich die Kinder gerne kreativ und künstlerisch beim Malen und Basteln aus. Die Kinder wissen, womit sie sich beschäftigen können und benötigen nur wenige Anreize.
Im Alltag kommen mehrere Lieder, Fingerspiele und Tischsprüche vor, die bei den Kindern sehr beliebt sind.
Die elementarischen mathematischen Grundlagen werden spielerisch von den Erziehern in den Alltag der Kinder integriert. Durch das tägliche Tischdecken und Abzählen der Kinder werden die Zahlen spielerisch geübt. Auch beim Treppensteigen werden die Zahlen, Formen und Farben permanent wiederholt, da sie bildnerisch auf jeder Stufe abgebildet sind. Kenntnisse über die Grundfarben und Farbabstufungen  sind bei den Kindern schon sehr gut entwickelt. Bei einzelnen Formen wie Vierecke und Quadrate, Trapeze etc. bedarf es noch bei einigen Kindern einer Förderung.
Durch die täglich stattfindenden Angebote in allen fünf Bildungsbereichen sind die Kinder in der Lage, einer Angebotsdauer von 30 Minuten zu folgen und sich zu konzentrieren.
Trotz der vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten hält die Gruppe gut zusammen und weiß sich gegenseitig zu unterstützen. Die Kinder sind alle sehr aufgeweckt und zeigen großes Interesse an ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt. Ich habe immer große Freude daran den Alltag der Kinder mitzugestalten und fühle mich sehr wohl bei ihnen. Die Kinder haben unterschiedliche Facetten und genau das macht den Arbeitsalltag immer wieder interessant und spannend für mich.

Regeln und Normen in der Gruppe

Regeln und Normen haben einen besonderen Stellenwert in der Erziehung jedes Kindes. Denn sie bestimmen unser soziales Miteinander im gesellschaftlichen Leben. So müssen sich Eltern und Erzieher von Anfang an mit der Vermittlung von Regeln und Normen auseinandersetzen. Jede Einrichtung hat eigene Vorstellungen von Regeln und Normen in der Erziehung der Kinder. So auch die Kindertagesstätte ,,Haus Mustermann“.
Daher gibt es einige wichtige Normen und Regeln in der Gruppe. Ein Bereich stellen die Regeln im Haus da. Hier sollen die Kinder sich ruhig und gesittet verhalten, das heißt, es wird nicht gerannt, getobt oder geschrien. Das Gleiche gilt für den Gruppenraum.
Der Gruppenraum wird immer von den Kindern selbstständig aufgeräumt, wobei ein Platz für gebaute Sachen, die die Kinder stehen lassen möchten, vorgesehen ist.
Der Umgang mit Spielzeug oder Bastelmaterial etc. verlangt einen verantwortungsvollen und achtsamen Umgang von den Kindern.
Mit spitzen oder scharfen Materialien, wie Scheren o.ä. wird nur am Tisch gearbeitet und nicht umhergelaufen. Auf der Freifläche heißt es dann aber toben, rennen und laut sein. Hier dürfen die Kinder mit allen Materialien spielen, die sie finden, ausgenommen sind gefährliche Dinge, wie zum Beispiel Scherben.
Die Kinder dürfen jeder Zeit auf die Toilette oder selbstständig ins Gebäude, um etwas zu holen. Dabei müssen sie sich beim Erzieher an- und abmelden.
Um unnötige Unfallquellen zu vermeiden, ist es den Kindern nicht gestattet, mit Stöckern in der Hand zu laufen oder außerhalb der Sandkiste, zum Beispiel an Spielgeräten, zu buddeln. Beim Rufen zum Reingehen stellen sich die Kinder an der Tür auf und warten, bis alle da sind.
Der Umgang mit Hygiene darf in einer Kindergartengruppe nicht außer Acht gelassen werden. Daher ist es gerade nach dem Freispiel auf dem Außengelände wichtig, auf eine ausreichende Hygiene zu achten. Händewaschen vor jedem Essen und nach jedem Toilettengang hat oberste Priorität. Die Kinder führen dieses selbstständig aus und nehmen gegenseitig Rücksicht auf andere im Waschraum.
Während der Mahlzeiten dürfen die Kinder ruhige Gespräche führen. Dabei sollten sie allerdings nicht mit vollem Mund sprechen. Die Gruppe fängt gemeinsam nach dem Tischspruch an zu essen. Jedes Kind darf sich seine Portion selbst auffüllen. Nach dem Essen räumen die Kinder Ihr Geschirr selbstständig ab.
Im sozialen Bereich gilt es respekt- und rücksichtsvoll zu sein und sich gegenseitig zu unterstützen.


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