„Farben-Zauber mit Schwarz“

Thema

Thema bzw. Inhalt des Angebotes

Ich zeige den Kindern der Gruppe in einem kleinen Experiment, das die Farbe Schwarz immer aus einem Gemisch unterschiedlicher Farben besteht. Die Kinder sollen auf ein weißes Filterpapier einen Kreis malen, in den wir mit einer Pipette ein paar Wassertropfen geben. Das Wasser breitet sich über das Filterpapier aus, trifft die Filzstiftlinien und löst das Schwarz in seine farblichen Bestandteile auf. Der Verlauf lässt sich schön beobachten, je mehr löslich die im Schwarz enthaltende Farbe ist, umso weiter kommt sie nach außen. Dabei entstehen verschiedene schöne Farbmuster.

HINWEIS: In euren Planungen sind alle Texte grundsätzlich im Blocksatz zu schreiben.

Situationsanalyse

Rahmenbedingungen

Die Kindertagesstätte „xxx“ liegt zentral an der Straße xxxx in xxxx, an der Verbindungsstraße zwischen der xxx und der xxx von xxx nach xxxx. xxxx ist ein Ortsteil von xxxx, Landkreis xxxxx. Die Einrichtung ist idyllisch in die dörfliche Umgebung eingebettet. In der Nähe befinden sich einige Gewerke, das Bürgerhaus, der Sportplatz und ein Jugendklub. Auf der anderen Straßenseite fließt der xxxx, welcher den Ort den Namen gegeben hat und in ca. 1km Entfernung befindet sich ein großes Waldgebiet. Eine Bushaltestelle ist ebenfalls direkt neben der Einrichtung.
Die KiTa besteht aus 2 Häusern, die durch einen Glasbau miteinander verbunden sind. Im vorderen Haus sind die Kinderkrippe der xxx-gruppe mit Platz für 12 Krippenkinder im Alter von 1-2 Jahren, der Therapieraum sowie alle technischen Räume untergebracht. In dem hinteren Haus sind 3 große Gruppenräume für 2 Kindergartengruppen (xxx- und xxx-gruppe) sowie eine weitere Krippengruppe (xxxx-Gruppe) untergebracht, ebenso wie die universale Kinderküche und der Mehrzweckraum.
In der xxx-gruppe sind Kinder von 2-3 Jahren (14 Kinder), in der xxx-gruppe von 3-4 3/4 Jahren (16 Kinder) und in der xxx-Gruppe (16 Kinder) von 4-6 Jahren untergebracht. Die Einrichtung hat eine Kapazität zur Aufnahme von 29 Krippenkindern ab dem 1. Lebensjahr und insgesamt 64 Kindern. Sie kann bis zu 3 Kinder mit Integration aufnehmen. In der Einrichtung sind 7 Erzieherinnen tätig, eine hat die Zusatzqualifikation zum „Staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger“, eine absolviert eine Weiterbildung zum HPZ, eine Erzieherin ist HPZ.
Die KiTa wurde neu gebaut und am xx.xx.xxxx an den Träger, dem Regionalverband xxx der Volkssolidarität e.V., sowie an die Mitarbeiter und Kinder übergeben und am xx.xx.xxxx in Betrieb genommen. Der Gebäudekomplex zeichnet sich weiterhin u.a. durch einen barrierefreien Zugang und einer Fußbodenheizung aus. Im Außenbereich befinden sich ein Klettertraktor, ein Abenteuersandkasten und eine geteerte Rollerbahn (z. Bsp. für Bobby-Cars). Der Bau einer Matsch-Strecke ist im Frühling geplant.

Zusätzlich zu den gesetzlichen Grundlagen und dem xxxx Bildungsplan wird die Einrichtung geprägt von dem Leitbild der Volkssolidarität: „xxxxx“. Montags ist Spielzeugtag, wo es den Kindern erlaubt ist, ein Spielzeug mit in die Kita zu bringen. Am Dienstag ist in der gesamten Einrichtung „Zuckerfreier Tag“.

HINWEIS: Das ist bis hierhin alles sehr gut geschrieben, ist aber überhaupt nicht wichtig und kann in der Planung komplett weggelassen werden. Zu den Rahmenbedingungen in einer Angebotsplanung gehören nur die Dinge, die für das Angebot relevant sind. Es ist nicht von Bedeutung für dein Angebot, an welcher Straße es liegt oder was sich alles in der Umgebung befindet. 

Das Angebot wird in den üblichen Tagesablauf eingebettet und in der Freispielzeit von 09.15 bis 09:45 Uhr stattfinden. Ort ist der Gruppenraum der xxx- gruppe, wo ich mir 6 Kinder an den Tisch hole. Dieser Gruppenraum ist so gestaltet, das die am Angebot teilnehmenden Kinder am Tisch die anderen Kinder nicht behindern.

Gruppenzusammensetzung

Die xxx-gruppe besteht zurzeit aus 6 Jungen und 9 Mädchen. Die Kinder sind im Alter zwischen 3 bis 4,11 Jahren, inklusive einem weiblichen Zwillingspaar. 14 Kinder besitzen die deutsche Nationalität, 1 Mädchen hat einen Migrationshintergrund. 9 Kinder haben Geschwister.

HINWEIS: Die Angabe zu den Geschwistern ist hier ebenfalls nicht erforderlich, da sie ja beim Angebot nicht dabei sein werden.

Aktuelle Gruppensituation

Durch Beobachtungen stellte ich fest, dass die Kinder der xxx-gruppe Regeln und Normen kennen. Die Aufmerksamkeitsspanne ist noch gering, die für mich erkennbare maximale Dauer liegt bei höchstens 20 Minuten. Der Wortschatz nimmt ständig zu und wird auch durch „Eigenkonstruktionen“ erweitert. Das heißt, es werden auch aus 2 nicht zusammengehörigen Wörtern Konstruktionen gebildet, deren Sinn sich nicht immer für mich erkennen lässt. Die Kinder verfügen über eine unbändige Energie und Tatendrang, sie sprühen oft vor Ideen. Die Kinder der Gruppe zeigen eigenen Willen und äußern Wünsche in der Ich-Form. Sie versuchen, Dinge selbstständig zu erledigen, suchen aber bei Problemen Hilfe. Das Verhältnis in der xxx-Gruppe ist so, dass sich die Kinder im Allgemeinen gut verstehen. Zwei Jungen der Gruppe versuchen oft im Mittelpunkt zu stehen, um Aufmerksamkeit zu bekommen und sie kommen nach meinen Beobachtungen schwer zur Ruhe.
Ein Mädchen ist im Februar neu in die Gruppe gekommen und bereits integriert. Ein Junge und ein Mädchen bekommen zusätzliche pädagogische Frühförderung außerhalb der KiTa. Zwei Mädchen leiden unter epileptischen Anfällen in geringem Ausmaß, welche sich nur manchmal auf die xxx-Gruppe auswirken. Nach meinen Beobachtungen sind die Interessen der Gruppe sehr vielfältig. Ein hohes
Interesse ist beim malen, ausmalen und ausschneiden erkennbar. Ebenfalls schauen die Kinder der Gruppe gerne Bücher an, lieben Sport bzw. Bewegung und sind an naturwissenschaftlichen Themen sowie an Geschichten und Musik interessiert. Auch Bausteine sind sehr beliebt, es werden oft und gerne Türme und Gebäude damit errichtet.

HINWEIS: Optisch ist es immer schöner die Zahlen 1-13 auszuschreiben.

Begründung und Bezug des Themas

Durch meine Beobachtungen der Interessen der Kinder besonders beim malen, forschen sowie deren Phantasie und Kreativität habe ich mich zu diesem Angebot entschlossen. Die meisten Kinder haben bereits eine Lieblingsfarbe und kennen die Grundfarben. Vor kurzem wurde in der KiTa aus dem „Der kleine Rabe Socke“ – Buch vorgelesen, zusätzlich wurden sich Geschichten von ihm angehört (Stick/CD) und zurzeit wird auch ein Rabe gebastelt. Das hat mich angeregt, mit den Kindern die Farbe Schwarz zu erforschen, bzw. woraus sich diese Farbe eigentlich zusammensetzt. Und sie bekommen etwas zum zeigen und zum mit nach Hause nehmen.

Pädagogische Zielsetzung

Zielformulierungen siehe hier

Praktische Vorbereitung

Vorbereitende Tätigkeiten

Ich lege das notwendige Material einen Tag vorher bereit, spreche mich mit den anderen Mitarbeitern im Bezug auf die Zeit und Raumplanung ab. Das Angebot habe ich bereits vorher für mich getestet. Ich habe einen schwarzen Beutel vorbereitet, in welchem sich die schwarzen Farbstifte und die Pipetten befinden, um die Neugier der Kinder zu wecken. Mit diesem und dem Thema „Rabe Socke“ führe ich dann zum Thema Schwarz hin.
Vor 09:15 Uhr decke ich den Tisch mit Wachstuchdecke ab und stelle das mit etwas Wasser gefüllte Wasserglas auf den Tisch. Meine Pipette zum Vorführen befindet sich schon darin. Anschließend lege ich für jedes Kind eine wasserfeste Unterlage (Knetunterlage) hin und das benötigte Material bereit.

Material

  • 1 x Tisch mit 6 Stühlen
  • 1 x Wachstischtuch
  • 6 x Knetunterlagen
  • 6 x Schürzen
  • 6 x Filter (mit Name auf Rückseite)
  • 1 x Glas mit etwas Wasser
  • 7 x Pipetten
  • 6 x schwarze Farbstifte
  • 1 Eimer mit Lappen

Räumliche Bedingungen

Das Angebot findet im Gruppenraum der xxx-gruppe statt, an einem Tisch mit 6 Stühlen. Direkt nebenan befindet sich der Sanitärraum, falls notwendig. Eine feste Sitzordnung ist nicht eingeplant, die Kinder setzen sich nach eigenem Wunsch hin.

Zeitliche Planung

Das Angebot soll 09:15 Uhr beginnen. Ich plane für die Hinführung zum Thema 5 Minuten, für den Hauptteil 8 Minuten und für den Abschluss 2 Minuten ein.

Methodische Planung

Hinführung

Ich erkläre der gesamten Gruppe, dass ich jetzt 6 Kinder zu mir an den Tisch hole, um mit diesen das Angebot durchzuführen und mit den anderen Kindern dieses Angebot anschließend ebenfalls durchführen werde. Ich rufe die 6 Kinder namentlich auf. Sie binden sich die Schürzen um und kommen zu mir an den Tisch.
Jetzt gehe auf den Raben Socke ein, frage nach der Farbe des Raben und wo diese Farbe noch vorkommt. Dann zeige ich den Kindern meinen schwarzen Beutel und erkläre ihnen, dass ich heute etwas für sie mitgebracht habe. Ich bringe zum Vorschein, was im Beutel ist und beginne mit der Durchführung.

Durchführung

Jedes Kind bekommt einen Filter und einen schwarzen Stift von mir und darf damit einen Kreis oder auch eine andere Form (wie zum Beispiel ein Quadrat oder Dreieck) nach eigener Fantasie auf das Filterpapier malen. Anschließend zeige ich den Kindern den Umgang mit der Pipette. Jetzt bekommt jedes Kind selber eine und darf diese erst einmal kurz untersuchen, bevor die Kinder mit Hilfe dieser ein paar Wassertropfen in die gezeichnete Form geben. Bei Notwendigkeit gebe ich Hilfestellung. Wir warten gespannt, was passiert. Das kann, je nach Stift, unterschiedlich lange dauern, aber nach ca. 2-3 Minuten sind Ergebnisse sichtbar. Ich sage den Kindern noch, dass diese noch etwas trocknen müssen und im Moment auch verlaufen können, unterbinde aber das hochheben nicht. Somit sind auch andere Musterverläufe möglich. Die Kinder untersuchen die verschiedenen Muster, vergleichen diese untereinander und unterhalten sich darüber. Dann lasse ich die Kinder ihre Filter wieder auf die Unterlagen legen und leite den Abschluss ein.

Abschluss

Alle Kinder erhalten ein Lob, dann überlegen wir gemeinsam, wo wir die Filter mit den Mustern noch weiter trockenen lassen können und was anschließend damit passiert – lieber in das Portfolio oder mit nach Hause nehmen? Wir unterhalten uns noch darüber, wie den Kindern der Versuch gefallen hat und gebe die Anregung, selber mit Stiften und Farben zu experimentieren und schauen, was passiert, wenn man mehrere übereinander malt. Und beim nächsten Spaziergang sich die Farben in der Natur genau anzuschauen. Jetzt legen wir die Unterlagen mit den Filtern zum trocknen an einen geeigneten Platz, die Kinder schaffen die Schürzen zurück in den Schrank und dürfen, wenn wir den Platz aufgeräumt und ordentlich verlassen haben, zurück zu den anderen Kindern der Gruppe.

HINWEIS: Eine methodische Planung kann gar nicht ausführlich genug sein. Also ruhig jedes Detail aufschreiben. Mir wurde immer gesagt: „Die Planung muss so genau sein, dass im Krankheitsfall ein Kollege das Angebot übernehmen kann!“ Daher macht sich die Tabellenform hier auch besser. Sie ist einfach übersichtlicher und leichter zu verstehen. Beispiele findest du in den Kurzfristigen Planungen.

 

Refelxion

Siehe andere Planungen oder hier!

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Quellen

  • Ulrike Berger „Na klar, so geht`s!“; Velber Verlag Stuttgart; 2005; http://www.velber.de/
  • Nele Moost, Annet Rudolph; „Alles verzankt!“ Esslinger Verlag J.F. Schreiber; 2003;
  • https://www.thienemann-esslinger.de/esslinger/ (gehört zur Serie „Der kleine Rabe Socke“)
  • https://www.domradio.de/nachrichten/2007-10-22/kleine-forscher-im-kindergarten 03.03.18
  • https://homepage.univie.ac.at/henning.schluss/seminare/034-kleinkindpaedagogik/texte/Haus-der-kleinen-Forscher/HdkF_Beispielexperiment.pdf (Text und Bilder)  03.03.18
  •  Katrin Zander „Pädagogisches Betreuungskonzeption der Kindertageseinrichtung „Kastanienzwerge“; 09599 Freiberg / OT Kleinwaltersdorf,  2018


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