„Experiment zum Thema Wasser“

Themenformulierung

Ein Experiment, zum Thema Wasser mit unterschiedlichen Materialien, um die Naturwissenschaftliche Intelligenz von Kindern zu stärken, in einer Gruppe von 5 Kindern im Alter von 5-6 Jahren.

Beschreibung der Ausgangssituation

Beschreibung der Situation

Da wir in letzter Zeit das Projekt ,,Wir entdecken die Erde“ zusammen mit den Kindern durchführen, hatten die Kinder bereits viele Möglichkeit unseren Planet-Erde näher kennen zu lernen und zu entdecken. Die Kinder sind sehr neugierig und hinterfragen alles. Sie haben sich gerne und oft die Sachbücher zur Thematik Erde und Vulkane angeschaut. In den letzten Tagen haben wir mit den Kindern ein Vulkan-Experiment durchgeführt, alle Kinder zeigten beim experimentieren großes Interesse. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, ein weiteres Eyperiment zum Thema Wasser durchzuführen.

Auswahl und Begründung der Kinder

Aufgrund meiner Beobachtung habe ich die Kinder L. (5;4), L. (6;1), J. (5;4), M. (5;2) und R. (5;7) gewählt. Sie zeigen alle großes Interesse am experimentieren und befinden sich in der gleichen Entwicklungsstufe. Aufgrund von L. zurückhaltender Haltung, möchte ich ihn in die Gruppe integrieren. In Großgruppengesprächen äußert er sich fast gar nicht. Am meisten spielt er in der Bauecke. Zum Spielen bevorzugt er immer die Kinder, die die gleichen Interessen wie er aufweisen. Außerhalb der Bauecke malt, er gerne. Darüber hinaus möchte ich, dass er durch dieses Angebot neue Freundschaften und Beziehungen intensiviert.

HINWEIS: Lasst kein Freiraum für Fragen. Benennt es genau. Welche Entwicklungsstufe???

L. (5;4) ist ein sehr fröhlicher Junge, der für jeden Spaß zu haben ist und so gut wie immer ein Lächeln im Gesicht trägt. Er ist ein sehr neugieriger Junge und hinterfragt alles. Er spielt gerne in der Bauecke. Er kann mit allen Kindern spiele am liebsten aber mit L. (6;1), J. (5;4). Im Umgang mit den anderen Kindern ist er sehr hilfsbereit. Ich kann mir gut vorstellen, dass L. (5;4) beim Experiment mit viel Freude teilnehmen wird, denn er genießt die Aufmerksamkeit und zeigt eine große Lernfreude. Er hat ein starkes Selbstbewusstsein. Er traut sich viele Dinge wie z.B während des Großgruppengespräches im Mittelpunkt zu stehen und sich zu äußern. Aufgrund L. (5;4) positiven Sozialverhaltens und der schon bestehende Beziehung zur L., binde ich ihn in meinem Vorhaben ein. Durch sein anscheinend neutrales Verhältnis gegen über den anderen Kindern stärkt er die Sozialkompetenz der gesamten Gruppe.

J. (5;4) ist ein sehr aufgeweckter und aktiver Junge. Zwischen J. und L. besteht eine gute Freundschaft. Durch Beobachtungen ist deutlich geworden, dass er sehr neugierig und wissbegierig ist und Spaß dabei hat, neue Sachen kennen zu lernen.

R. (5;7) ist ein sehr freundliches Mädchen. Am meisten spielt sie mit M. (5;2). Sie beschäftigt sich öfter im Gruppenraum und in der Küchenecke. Sie ist eher ein leises Mädchen und steht nicht gern im Mittelpunkt. In Großgruppengesprächen äußert sie sich eher selten. Sie beteiligt sich aktiv und mit viel Spaß, wenn sie etwas interessiert. Durch den Kontakt zu M. binde ich sie auch in meinem Vorhaben ein.

M. (5;2) ist ein sehr freundliches und aufgeschlossenes Mädchen. Sie beteiligt sich aktiv und mit viel Spaß bei Aktivitäten. Dabei ist sie fair und diplomatisch im Spiel mit den anderen Kindern. Die soziale Kompetenz, sowie emotionale Kompetenz sind bei ihr sehr gut entwickelt. Sie nimmt auf andere Kinder Rücksicht und bietet gerne Hilfe an. Sie verhält sich hilfsbereit und erkennt Situationen in denen sie anderen helfen kann.

HINWEIS: Achtet immer darauf, dass ihr nicht zu viele Wortwiederholungen einbaut. Das können wie hier die Satzanfänge sein aber auch Wörter inmitten des Satzes. Fällt euch kein anderes Wort ein das ihr an dieser Stelle schreiben könnt, schaut einfach mal auf der Seite https://www.openthesaurus.de/ vorbei. Diese Seite hat mir immer geholfen die richtigen Wörter zu finden.

Darstellung der Situation in der Zielgruppe

Ich habe mich dafür entschieden mit fünf Kindern das Experiment durchzuführen. Die Kinder befinden sich in einem Alter von fünf bis sechs Jahren. Diese Kombination habe ich bewusst gewählt, weil sie großes Interesse am Vulkanexperiment gezeigt haben. Somit möchte ich ihre Neugierde zur Natur wecken. Da ich bei jedem Einzelnen von den Kindern beobachten konnte, wie neugierig sie sind, habe ich bewusst diese Kinder ausgewählt. Sie verstehen sich untereinander gut. Zwischen L. (5;4) und J. besteht eine gute Bindung bzw. Freundschaft. L. (6;1) hat meistens die Führerrolle in der Gruppe und möchte alles selber bestimmen und denkt und handelt egozentrisch. Außerdem ist mir wichtig, dass das Miteinander dieser Kinder, durch das Experiment gestärkt bzw. intensiviert wird und vielleicht andere/neue Kontakte geknüpft werden.

Darstellung der eigenen Ausgangslage

Während der Durchführung werde ich als ,,Forschungsbegleiterin“ zur Verfügung stehen und den Kindern Impulse in Form von Fragen geben, damit die Kinder Überlegungen anstellen. Daher werde ich das Angebot nur moderieren und die Kinder möglichst selbstständig probieren lassen. Ganz wichtig dabei ist es, dass ich keine falschen Hypothesen der Kinder verbessere, sondern warte, ob sie im weiteren Verlauf selbst den Fehler erkennen.

Das Vorhaben

Kurzer Überblick über das Vorhaben

Zum Einstieg werde ich den Kindern unseren Gast (Handpuppe ,,Henri“) vorstellen. Anschließend stellen sich die Kinder vor. Damit wir in das Vorhaben einsteigen können, werde ich die Geschichte ,,Der kleine Ameisenjunge“ vorlesen.

Kurze Zusammenfassung von der Geschichte

Der kleine Ameisenjunge lebt alleine in einem Wald. Er möchte ein Haus bauen, doch er weiß nicht, mit welchen Materialien er das Haus bauen soll. Da es im Wald oft regnet, muss er dementsprechend die geeigneten Materialien auswählen. Die Materialien, die er hat, sind: Salz, Zucker, Stein, Alufolie und Frischhaltefolie.

Bevor wir das Experiment durchführen, werden die Kinder die Materialien benennen, die auf dem Tisch zusehen sind. Die Kinder werden anschließend den Ameisenjungen helfen, indem sie die Materialien nacheinander in Wasser geben, umrühren und dabei erfahren, dass feste Stoffe wie z.B. Stein oder Folien sich nicht in Wasser auflösen. Dabei werden die Kinder eine Lösung finden und zum Schluss eine Antwort hinterlassen. Nach dem Experiment werden wir mit den Kindern reflektieren, was sie dabei erfahren haben.

HINWEIS: Gehe auch immer davon aus, dass die Kinder eventuell zur keiner Lösung/Antwort kommen.

Sachanalyse

Das Angebot, das ich mit der Kleingruppe durchführe, ist aus dem Bildungsbereich naturwissenschaftliche Bildung. Die Kinder sind von sich aus neugierig und wissbegierig und wollen die Welt um sich herum erfahren und begreifen. Ganz besonders spannend finden sie die Phänomene der Natur. Sie stellen Fragen und wollen wissen, warum ein Ei hart wird, wenn man es kocht oder warum sich Salz und Zucker in Wasser lösen, ein Stein dagegen nicht. Vor allem sind fünf- und sechsjährige Kinder an naturwissenschaftlichen Fragestellungen interessiert. Bei ihnen ist die Konzentrations- und Beobachtungsfähigkeit deutlich ausgeprägter als bei jüngeren Kindern. Die Sprachentwicklung ist so weit fortgeschritten, dass sie einfache naturwissenschaftliche Deutungen verstehen. Das Thema Wasser spricht das Interesse und die Neugierde der Kinder an, deshalb werde ich mit den Kindern ein Wasser-Experiment durchführen. Die Kinder sollen bei diesem Versuch herausfinden, ob sich bestimmte Feststoffe in Wasser auflösen oder nicht. Sie sollen dabei auch feststellen, dass sich Stoffe schneller auflösen, wenn man dabei umrührt.

Ich habe diese Fünferkonstellation beobachtet, da zwischen L. und J. bereits eine erste Freundschaft besteht. Dies konnte ich in mehreren Spielsituationen beobachten. Dabei fiel mir des Weiteren auf, dass L. (6;1) noch keinen festen Spielpartner hat, aber gerne mit L. spielt. Aufgrund seines mangelnden Selbstwertgefühls hat er des öfteren Schwierigkeiten in der Interaktion mit anderen Kindern. In der Entwicklungspsychologie laut Erikson befindet sich L. (6;1) aufgrund meiner Beobachtung vermutlich im Übergang von der dritten Stufe (Initiative vs. Schuldgefühle) zur 4.Stufe (Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl ). Dies lässt sich vermuten, da er anscheinend zu viele Schuldgefühle besitzt, die ihn ausbremsen. Erikson entwickelte das psychosoziale Modell, welches auf die Sexualentwicklung von Freud aufbaut. Das Modell umfasst 8 Stufen, wobei für den Elementarbereich die ersten drei Stufen wichtig sind. Seine Theorie besagt, dass es ein lebenslanger Prozess ist. Jede Stufe beinhaltet bestimmte Entwicklungsaufgaben die zu bewältigen sind, um in die nächste Stufe überzugehen. Des Weiteren erkennt man beim L. (6;1) dass er mangelndes Selbstwertgefühl/Selbstkonzept hat. Er fragt immer wieder nach, ob ich seine Jacke zu mache, obwohl er selber seinen Reißverschluss nach mehreren Versuchen zu machen kann. Dies zeigt sich auch in der Spielsituation. Er hat auch Schwierigkeiten außerhalb der Bauecke  mit anderen Kindern in Kontakt zu treten. Er spielt draußen immer wieder alleine. Er sucht sich Aktivitäten, indem man immer alleine beschäftigt ist. Nach Rogers spielen die Beziehungsbotschaften eine entscheidende Rolle beim Entwickeln des Selbstkonzept. Rogers Persönlichkeitsmodell besagt, dass das Individuum über Möglichkeiten verfügt, um sich selbst zu begreifen und seine Selbstkonzept, seine Grundeinstellung und seine Verhalten zu verändern. Im weiteren befindet sich L. kognitiven Entwicklung nach Piaget in der Prä-operationellen Stufe, da er über Dinge nachdenken kann, die nicht real existieren. Seine Vorstellungskraft und Fantasie sind sehr gut ausgeprägt z.B, wenn er Bilder malt.  Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung beschreibt wie Menschen lernen. Dafür entwickelt er vierstufiges Modell. Piaget geht davon aus, dass Lernen durch Erfahrung, soziale Interaktion und einem grundliegendem Streben nach Gleichgewicht geschieht. Aufgrund L.(5;4) positiven Sozialverhaltens und der schon bestehende Beziehung zur L. (6;0) binde ich ihn in meinem Vorhaben ein. Durch sein anscheinend neutrales Verhältnis gegenüber allen Kindern stärkt er die Sozialkompetenz der gesamten Gruppe. Mit ihm ist jeder gut befreundet. M. (5;1) befindet sich nach Piaget in der Prä-operationellen Stufe, da sie sich nicht in andere hineinversetzen kann. Dies lässt sich in der Spielsituation zeigen: Sie spielt oft in der Bauecke. Ihr gebautes steht seit langem auf der Fensterbank. Durch ihr selbst Gebautes, können die anderen Kinder kaum etwas anderes bauen, weil sie es nicht erlaubt.

Anhand meiner Beobachtung und der daraus resultierenden Einschätzungen der Kinder, habe ich mir für die folgenden Methoden entschieden, um die Gruppendynamik zu stärken. Mithilfe einer Geschichte steigere ich die Motivation, in Interaktion zum Thema zugehen und bilde einen Freiraum für Kommunikation. Durch den Brief, welcher der Ameisenjunge geschrieben hat, rege ich die Interaktion und Kommunikation der Kinder an. Hinzu kommt die Welt der Imagination, die sich vor dem geistigen Auge der Kinder entfalten kann. Dabei werde ich das Bild zeigen, welches die Ratlosigkeit vom Ameisenjunge veranschaulicht (Prinzip der Anschauung). Durch die hier angeregten Vorstellungen, haben die Kinder, die Möglichkeit dem kleinen Ameisenjungen zu helfen. Während der Experimentierphase nutze ich verschiedene Methoden, um die soziale Interaktion der Kinder und das Wissen über Wasser zu fördern. Diese lassen sich in die von George Zeissner beschriebenen didaktischen Prinzipien einordnen. Die Kinder haben die Möglichkeit selbstständig die verschiedenen Materialien ins Wasser zu geben und zu rühren. Dabei ist es wichtig, die Kinder selber probieren zu lassen. Somit wird die Selbstständigkeit der Kinder gefördert. (Prinzip der Aktivität). Um den Kindern ein besseres Verstehen und behalten zu ermöglichen, wird die Handpuppe mit den Kindern über das Experiment austauschen (Prinzip der Wiederholung).

Die Kinder sollen bei diesem Versuch herausfinden, ob sich bestimmte Feststoffe in Wasser auflösen oder nicht. Sie sollen dabei auch feststellen, dass sich Stoffe schneller auflösen, wenn man dabei umrührt. Ziel der Experimente im Kindergarten ist es, die Kinder zu erstaunen und ihnen faszinierende Phänomene zu zeigen. Durch Experimente werden die Kinder in der Schule später weniger Probleme in Schulfächern wie Mathematik, Biologie oder Chemie haben. Die neugierige, fragende und wissbegierige Haltung wird bei Kindern unterstützt. Wichtig ist dass, durch Experimentieren die Sachkompetenz gefördert wird, die Kinder lernen dabei, anderen Ihre Erfahrungen Ergebnisse und Erlebnisse mitzuteilen. Für mich ist es sehr wichtig die Verwendungen von alltäglichen Haushaltsmaterialien, damit sie die Versuche zu Hause noch einmal durchführen können.

Kompetenzen

Sachkompetenzen

Die Kinder haben die Möglichkeit ihre Sprachförderung zu erweitern, indem sie die verschiedenen Materialien benennen.

Die Kinder erhalten die Möglichkeit ihre Kommunikationsfähigkeit zu erweitern, indem sie ihre Vermutungen mit Begründung anstellen können

Die Kinder erhalten die Möglichkeit ihr Wissen über die lösliche/unlösliche Stoffe zu erweitern, indem sie die verschiedenen Materialien ins Wasser geben.

Sozialkompetenzen

Die Kinder haben die Möglichkeit ihre Kooperationsfähigkeit weiter zu entwickeln, indem sie miteinander integrieren und gemeinsame Entscheidungen treffen.

Der Lukas (6;1) erhält zusätzlich die Möglichkeit sein Selbstkonzept zu stärken, indem er gemeinsam mit den anderen erfolgreich das Experiment durchführt.

Selbstkompetenzen

Die Kinder erhalten die Möglichkeit ihre Konzentrationsfähigkeit zu fördern, indem sie im Sitzkreis die Geschichte mit dem Ameisenjunge zuhören

Die Kinder haben die Möglichkeit ihre Selbstständigkeit zu erweitern, indem sie beim Experimentieren die Materialien ausprobieren können.

Die Kinder erhalten die Möglichkeit ihr Problemlösefähigkeit zu erweitern, indem sie gemeinsam den kleinen Ameisenjunge mithilfe des Experimentes helfen werden.

Organisation

Für die Durchführung des Experimentes, habe ich mit meiner Praxisanleiterin verschiedene Absprachen getroffen:

  • zu welchen Zeiten ich das Experiment mit den Kindern durchführe
  • welcher Raum ich für mein Vorhaben benötige
  • welche Materialien benötige ich

Wir haben gemeinsam mit meiner Anleiterin besprochen, dass ich das Experiment in unserem Gruppenraum durchführen werde. Der Raum wird für den Zeitraum von 11.00 bis 12.00 frei sein. Während wir Experimentieren, werden die anderen Kinder nicht dabei sein, da an dem Tag die Kinder zum Turnen gehen. Im Gruppenraum bekommen die Kinder und ich den nötigen Platz und ruhe angeboten. Im Voraus werde ich den Raum vorbereiten. Ich werde die erforderlichen Materialien auf einem runden Tisch aufbauen. Die Kinder erhalten keine Sitzordnung, sondern können eigenständig entscheiden wo sie sich hinsetzten möchten. Dabei werde ich darauf achten, dass ich mich so hinsetzte, dass sich kein Kind ausgeschlossen fühlt und dass ich sie alle im Blick habe.

Didaktisch-methodische Planung/Synopse

Phase/InhaltMethodeErzieher/-InnenverhaltenBegründung der Methode und des Erzieherinnen-VerhaltensMedien/Material
Zusammenholen der Kinder und gemeinsam in die große Halle gehen.
  • Kinder ansprechen
Einführung der Kinder in das Vorhaben
  • Kinder ansprechen
In der großen Halle werde ich den Kindern sagen, dass ich heute etwas Besonderes mit ihnen vorhabe und sie heute nicht zum turnen gehen können da wir heute Besuch bekommen der Hilfe benötigt. Im voraus teile ich den Kindern mit, dass meine Lehrerin kommt und uns dabei zuschauen wird.Durch das informieren über das Angebot, wecke ich das Interesse und die Neugierde der Kinder.

Einstiegsphase plus Einführung in das Vorhaben

 

  • gemeinsam im Sitzkreis sitzen
  • Vorstellung der Handpuppe
  • Vorlesen der Geschichte

Nachdem ich den Kindern meine Lehrerin vorgestellt habe, taucht unser Gast „Henri“ auf. Henri stellt sich vor und möchte die Namen der Kinder wissen (Vorstellungsrunde).Anschließend informiert „Henri“ die Kinder über den Brief von der Ameise den er heute mitgebracht hat.

Dann wird die Handpuppe ,,Henri“ die Geschichte vorlesen.

Die Handpuppe ,,Henri“ erhält in dieser Phase einen hohen Sprechanteil, um die Kinder für das Vorhaben zu gewinnen, da sie einen großen Aufforderungscharakter hat. Solche Handpuppen werden als lebendig und real wahrgenommen (kognitive Entwicklung; Piaget)

Mir ist es wichtig dass die Puppe einen Namen erhält, der leicht zu merken ist und ein positives Bild der Puppe entsteht.

Der Wunsch, Geschichten zuhören zu können, ist bei Kindern bereits früh verankert. Beim Geschichten Zuhören sind Kinder ,ganz Ohr‘

Die Handpuppe versucht die Kinder in die Lage zu versetzen wie der Ameisenjunge sich fühlt.

  • Die Handpuppe ,,Henri“

 

  • Der Brief
Durchführungsphase

In dieser Phase wird die Handpuppe nicht erscheinen. Ich werde die Kinder auffordern sich einen Platz am Tisch zu suchen, dies tue ich mit meiner ruhigen Stimme.

Danach werde ich L. auffordern das Tuch zu entfernen, welches die Materialien abdeckt.

Nach und nach werden alle Kinder, die auf einem anderen Tisch liegenden Materialien, holen und auf den Experimentier-Tisch legen.

Bevor wir mit dem Experiment anfangen, werde ich die Kinder fragen :,,Wie fühlt sich überhaupt Regen an ?“

„Kann man überhaupt im Regen schlafen ?“

Die Kinder werden aufgefordert, bei der Lösung mitzuhelfen.

,,Habt ihr jetzt schon eine Idee was wir mit diesen Materialien machen können“

Alle Kinder werden nacheinander mit der Karaffe die bereitgestellten Schüssel zur Hälfte mit Wasser füllen. Die Kinder bekommen jetzt den Auftrag, jeweils einen Stoff in das Wasser zu geben und zu beobachten was passiert. Dabei werden sie in das Gespräch kommen und erzählen was mit den Stoffen im Wasser passiert ist.

Die Handpuppe wird nicht dabei sein, da die Kinder im Anschluss von ihren Erfahrungen berichten sollen.

Die Kinder sollen eigenständig entscheiden, neben wem sie sitzen möchten, ich spreche ruhig, damit eine ruhige Atmosphäre geschaffen wird.

Durch das Abdecken der Materialien baue ich Spannung auf.

Dabei wird die Selbstständigkeit gefördert, indem sie nacheinander die Materialien holen. Damit können sie sich nicht nur einen besseren Überblick verschaffen, die Aufzählung dient gleichzeitig auch der Sprachförderung.

Von diesen Materialien ausgehend, können die Kinder dann Ideen zur Problemlösung entwickeln.

Dabei möchte ich die Selbstständigkeit der Kinder fördern, indem sie alles selber probieren können.

  • Tuch
  • 6 Schüssel
  • 6 Löffel
  • Salz
  • Zucker in Lose
  • Zucker in Würfelform
  • Alufolie
  • Klarsichtfolie
  • 5 Steine
  • Handtücher
  • 3 Karaffen mit Wasser gefüllt
Abschluss
  • Antwort überlegen
  • gemeinsam über das Experiment austauschen
  • Medaillen verteilen
  • Verabschiedung der Puppe

Die Handpuppe taucht in dieser Phase wieder auf. Bevor wir das Angebot beenden, werden die Kinder gemeinsam eine Antwort hinterlassen, damit „Henri“ an den Ameisenjungen übermitteln kann. ,,Ich wusste ganz genau dass ihr es schaffen werdet, denn ich habe gehört, dass ihr alle schlau und nett seid aber wie sollen wir denn jetzt den Ameisenjunge Bescheid geben, habt ihr eine Idee, wie wir das machen können?“ Die Kinder werden überlegen wie wir unsere Antwort hinterlassen werden. Hierbei werden die Kinder „Henri“ unterstützen. Die Handpuppe und Ich werden das Angebot mit einer Feedback runde beenden. Dabei werden wir die Kinder wertschätzend nach ihren Eindrücken befragen, z.B:,,Wie hat es euch gefallen gemeinsam, dem kleinen Ameisenjungen zu helfen.“

HINWEIS: Formuliert am besten immer offene Fragen, auf die die Kinder nicht nur mit „Ja“ oder „Nein“ antworten können. Wenn hier nämlich als Antwort kommt: „doof“ hat man als Erzieher ganz schön zu tun um die Situation zu retten.

Anschließend werden wir die Kinder loben für die tolle Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft. Dabei wird die Handpuppe sagen, was uns bei den Kindern gut gefallen hat.

Lobende Worte an die Kinder richten: Wir finden es großartig, dass ihr gemeinsam eine Lösung gefunden habt, der Ameisenjunge wird sich sehr freuen….“

Zum Schluss werden wir die Medaillen verteilen und die Handpuppe wird sich dann verabschieden.

Durch unsere wertschätzende Haltung, fühlen sich die Kinder in ihrem Tun beschäftigt.

Lob vermittelt Selbstwertgefühl.

Reflexion bewahrt die Erinnerung, strukturiert Ergebnisse, fördert lernmethodische Kompetenzen.

Durch die Medaillen werden die Kinder stolz und das Selbstwertgefühl wird  gestärkt.

  •  Handpuppe

 


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