Bilderbücher

Kinderbuchstapel

Definition

Bilderbücher sind reich illustrierte  Bücher, die speziell für Kinder gemacht werden. Nicht das Wort, sondern das Bild nimmt die dominierende Stellung ein. Inhalt und Handlung werden im Wesentlichen visuell vermittelt.

  • die Bücher sind zum Vorlesen und Vorzeigen geeignet
  • Bild und Text müssen für das Kind in einer durchschaubaren Wechselbeziehung stehen
  • üblich sind 20-30 Buchseiten
  • es sind alle Buchformate vertreten, überwiegend wird aber das große Format verwendet
  • das Alter der Leser berücksichtigt wird das Bilderbuch oft aus stabilen, reißfesten Stoffen angefertigt ( Papier, Pappe)
  • die Einbände sind meist abwaschbar
  • die Abbildungen( Bilder sind in der Regel farbig oder Schattenrisse)

Zielgruppen/ Altersgruppen

Sind überwiegend Kinder im  Alter von 1-8 Jahren!

Pädagogische Bedeutung von Bilderbüchern

  • helfen Kindern ihre Umwelt zu verstehen
  • fördern und trainieren Denkleistungen
  • fördern die sprachliche Entwicklung
  • literarische Ersterfahrung werden gefördert
  • dienen als Mittel zur Erziehung
  • Kinder werden anspruchsvoll unterhalten
  • dienen als Hilfe und Anregung bei der Realitäts-und Zukunftsbewältigung

Kriterien der Auswahl

Beurteilen des Inhaltes:

  • Können sich die Kinder mit einer oder mehren Figuren der Geschichte identifizieren?
  • Wird an den Interessen, Erfahrungen oder Problemen der Kinder angeknüpft?
  • Werden Geschlechts spezifische Rollenklischees vermieden?
  • Sind keine rassistischen Elementen enthalten?
  • Regt der Inhalt zum Mit/Weiterdenken an?
  • Wird die Fantasie des Kindes angeregt und Freiraum für Wünsche und Träume gelassen?
  • Sind keine betont sexuellen Inhalte,Ideologisierungen politischer, sozialer oder religiöser Art offen oder verdeckt enthalten?

Beurteilung der bildlichen Qualität:

  • Wecken die Bilder Neugierde?
  • Fordern sie zum genauen hinsehen auf?
  • Werden die Charaktere / Rollen angemessen bildnerisch dargestellt?
  • Bieten die Bilder ein anregendes Seherlebnis?

Beurteilung der Sprache:

  • Ist die Sprache Zeitgemäß?
  • Ist die Sprache verständlich?
  • Dient die Sprache der Wortschatzerweiterung?
  • Wird eine lebendige Sprache geboten? ( Lautmalerei, Wörtliche Rede, Interjektionen „ah“)

Wie wähle ich das richtige Bilderbuch aus?

  • Präsentiert das Bilderbuch qualitativ hochwertige Bilder und Texte?
  • Knüpft das Buch an Bedürfnisse und Interessen des Kindes an?
  • Fördert das Buch, das Kind auf emotional oder sozialen Bereich?
  • Kann mit dem Bilderbuch das „Bilderlesen“ des Kindes entwickelt und gefördert werden?
  • Wird das Kind im Hinblick auf Inhalt und Gestaltung weder über- noch unterfordert?

Arten/ Themengruppe von Bilderbüchern

  • Problemorientiertes Bilderbuches ( Kinder sollen selbst eine Lösung für ein vorgegebenes Problem in der Geschichte finden)
  • Fantasie Bilderbuch
  • Tierbilderbuch
  • Sachbilderbuch ( z.B. Lexika)
  • Märchenbilderbuch
  • Religiöses Bilderbuch
  • Liederbücher mit Bilderbuchform
  • Wirklichkeitsnahe Bildergeschichten
  • Szenenbilderbuch

Vermittlungsmethoden von Bilderbüchern

  • mit der Lautstärke arbeiten, monotones Vorlesen vermeiden
  • Tempo gezielt langsam / normal/ schnell lesen
  • Pausen: im Text, zwischen Bildseiten
  • Deutlichkeit, Richtigkeit, Abweichungen vom Text können aber sinnvoll sein
  • Betonung: Silben, Worte, Sätze richtig hervorheben, Stimmungen und Geräusche hervorheben
  • Verschiedene Klangfarben für unterschiedliche Personen verwenden
  • Kindern Zeit lassen das Bild zu verarbeiten, damit sie vielleicht noch etwas dazu sagen können
  • Erzieher sollte Impulse vermitteln, Fragen stellen und Denkanstöße geben

Vermittlungsmethoden

Nummer 1

– Der Erzieher zeigt das Bild.

– Die Kinder äußern sich dazu.

– Der Erzieher liest den Text vor.

 Nummer 2

Der Erzieher zeigt das Bild.

– Der Erzieher gibt den Inhalt des Begleittextes mit eigenen Worten wieder.

– Die Kinder äußern sich dazu.

Nummer 3

– Der Erzieher sitzt zusammen mit den Kindern zusammen im Halbkreis, das Bilderbuch wird gut sichtbar aufgestellt.

– Jeweils ein anderes Kind blättert die Seite um.

– Die Kinder äußern sich zum Bild.

– Der Erzieher liest den Begleittext vor. Die Kinder vergleichen, was sie selbst herausgefunden haben und was der Text ihnen mitteilt.

 

Quellen:

  • www.ph-online.ac
  • www.info-bonus.de
  • www.kindererziehung.de

 

 


Häufig gestellte Fragen

  • Könnten Sie bitte schreiben, wer ist die Autorin? Laura R?

    Erzieherspickzettel-Team

    Die Autorin diese Beitrages ist Laura R. Inhalt wurde aus den angegebenen Quellen erstellt.


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