„Faltklatschtechnik“

Situationsbeschreibung

Ich bin in der Gruppe „xxx“. Das zusammen sein mit den Kindern ist entspannt, es gibt kaum Streitigkeiten und alle Kinder sind sehr neugierig. In der Gruppe sind insgesamt 22 Kinder, 2 Erzieherinnen, eine FSJ und ich. Von den Kindern sind 6 Mädchen und 16 Jungen.

HINWEIS: In die Situationsanalyse gehört keine eigene Meinung. Wenn man schreibt das die Situation mit den Kindern entspannt ist muss man ergänzen woran man das erkennt. 

Allgemeine Gruppensituation

Das xxxt steckt mitten im Projekt „Apfel“. Die Kinder lernen mit all ihren Sinnen den Apfel kennen. Zum Beispiel, wie ein Apfel aussieht, wie er riecht, wie er schmeckt und wie er sich anfühlt. Außerdem basteln und backen wir viel mit dem Apfel. Ein anderes Thema ist Herbst und Laternen. Da basteln wir gerade Tischlaternen für unser Lichterfest. Außerdem werden Fingerspiele zum Thema Herbst gespielt und viele Sachen gebastelt. Wenn kein Thema innerhalb der Gruppe ansteht, ist Freispielen angesagt, dort spielen die Kinder gerne in der Bauecke, Puppenecke, Malen und Kneten gerne und machen Bügelperlen Bilder.

HINWEIS: Ergänzt hier ruhig noch etwas zum Thema Konzentrationsfähigkeit der Kinder oder zum Thema Gruppenregeln. Geht auf alle Fähig- und Fertigkeiten der Kinder ein die für eurer Angebot relevant sind.

Spezielle Zielgruppen

Name Alter GeschlechtNationalität
L.5,6weiblichdeutsch
D.5,7weiblichdeutsch/afrikanisch
J.5,6männlichdeutsch
Jo.4,7männlichdeutsch
M.4,11männlichdeutsch
Li.4,11weiblichdeutsch

 

Bei allen Kindern muss die Feinmotorik und der Pinzetten Griff noch gefördert werden, da sie z.B. mit der Schere noch nicht auf der Linie ausschneiden und Papier gerade falten können. Außerdem haben sie manchmal noch beim Halten von Stiften, Pinsel, Besteck usw. den Faustgriff. Das kognitive Verhalten der Kinder ist bei allen gut Innerhalb der Gruppe wissen die Kinder, wie sie sich ausdrücken und ihre Emotionen, den Kindern und Erwachsen, mitteilen. Sie sind offene Kinder und sind kontaktfreudig. Zudem sind sie sehr neugierig und freuen sich, wenn sie etwas Neues gelernt haben. Die soziale Kompetenz ist bei allen gut. L.,D., Jo. und Li. sind sehr kreativ, sie malen und basteln gerne, sie bringen auch ihre eigenen Ideen mit. Die Sprache ist bei D. etwas wackelig, da sie zu Hause eine andere Sprach spricht. Des Weiteren verliert M. öfters die Konzentration und Lust, etwas zu gestalten. L. u Li. sind sehr selbstbewusst, wobei Li. schnell Dominant wird.

Theoretische Vorüberlegung zur Angebotsplanung

Hintergrundwissen

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Didaktische Überlegung

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Methodische Überlegung

 Ich habe mich für die Gestaltungstechnik entschieden, da ich die Feinmotorik, Pinzettengriff, Konzentration und die Kreativität der Kinder fördern möchte. Mein Hintergrundwissen bezieht sich hauptsächlich auf das Buch „Handbuch Kunst und Gestalten“ und auf eigenes Vorwissen. Ich werde etwas dickeres Papier nehmen, da man auf diesem Papier die Farbverläufe gut erkennen kann. Das Papier werde ich vorher in der Mitte leicht falten, da die Feinmotorik noch nicht so ausgeprägt ist und die Kinder das Papier leichter falten können damit die Kante nicht zu schief wird. Die Kinder werden selbständig ihren Name auf die Rückseite schreiben und das leicht vorgefaltete Papier in der Mitte falten. Die Löffelspitze wird in Farbe eingetaucht und es werden ein paar kleckse Farbe, auf das weißes Blatt gekleckst. Nun wird das Papier mit den klecksen wieder in der Mitte gefaltet, die Kinder klatschen mit ihren Handflächen auf das halbe Blatt und streichen es glatt. Die Kinder öffnen ihr Blatt und können ihre gestalteten Bilder betrachten. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Kleidung mit einem Malkittel geschützt wird und der Tisch ausreichend abgedeckt wird. Darüber hinaus ist es wichtig, dass man darauf achtet, dass die Kinder die Farbe nur für die Gestaltung nutzen und nicht andere Materialien damit bemalen. Auch wenn die Farben für Kinder geeignet sind, sollten diese nicht ohne Aufsicht genutzt werden.

Lernziele und Kompetenzzuwachs

Die Kinder haben während der Technik die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen, über die Bilder, die die Kinder eigenständig geklatscht haben. Dies fördert die Kommunikation innerhalb der Kleingruppe. Die Feinmotorik, Handgeschicklichkeit und Auge- Hand-Motorik wird beim falten/streichen/klatschen des Blattes gefördert, da die Kinder mit der einen Hand die Ecken festhalten, mit der anderen Hand die Kante glatt streichen und auf das Blatt klatschen. Außerdem wird der Pinzettengriff, durch das Festhalten des Löffels  gefördert. Des Weiteren wird die Konzentration gefördert, wenn die Kinder den Löffel in die Farbe tauchen und dann die Farbe auf eine Seite des Blattes klecksen. Die Kreativität der Kinder wird gefördert, durch die kleckse und das klatschen/streichen auf die eine Seite des Blattes, denn so entstehen neue Bilder und die Kinder können ihre Kreativität frei entfalten. Des Weiteren lernen die Kinder den Umgang mit dickerem Papier und Farbe, da dickeres Papier sonst nur zum basteln eingesetzt wird. Außerdem wird ihr aktives Zuhören gefördert, wenn am Ende jeder einzelne etwas über sein eigenes Bild erzählen möchte und darf. Die Kinder lernen im Gruppengespräch, dass man andere aussprechen lässt und die Individualität der einzelnen Kinder kennt. Die Sprache der Kinder wird gefördert, durch die Gespräche, die während der Gestaltungstechnik, entstehen. Das Gruppengefühl wird bestärkt, indem sie sich gegenseitig helfen oder auch mal die anderen Kinder fragen, ob ihnen bestimmte Farben angereicht werden könnten. Sie erlernen eine neue Art Bilder zu gestalten und diese auch Kreativ zu gestalten, mit einfachen Materialien (weißes Papier, Fingermalfarbe und Löffel). Durch das Gestalten der Bilder, mit einer gemeinsamen Technik bekommen die Kinder ein Gruppengefühl und lernen die vorhandenen Materialien zu teilen. Dadurch dass die Kinder die Materialien teilen, lernen sie gegenseitige Rücksichtnahme. Bei der Aufgabenstellung, dass die Kinder sich die Kittel anziehen und ihre Sitznachbarn um Hilfestellung beten, lernen die Kinder sich gegenseitig zu unterstützen. Durch die Reflexion der Gestaltungstechnik wird das Erinnerungsvermögen der Kinder angestrengt. Dies erfordert Konzentration und Erinnerungsvermögen.

Organisatorische Vorbereitung

Die Gestaltungstechnik findet im Bauraum statt, diesen werde ich vorher reservieren. Des Weiteren werde ich einen anderen Raum reservieren, für das Reflexionsgespräch. Der Bauraum gibt den nötigen Platz der gebraucht wird. Ich werde den Bauraum so umstellen, dass 2 Tische in der Mitte des Raumes stehen und ein Tisch in der Ecke steht. Am Kopf des Tisches werde ich Platz nehmen und die Kinder werden sich gegenüber voneinander hinsetzen. Sodass immer zwei Kinder nebeneinander sitzen und immer ein anders Kind gegenüber sitzt. Der Tisch, an denen die Kinder Platz nehmen, ist mit einer Maldecke und Zeitungspapier abgedeckt und die Kittel hängen über die Rückenlehnen der Stühle, sodass die Kinder die Kittel direkt anziehen können. Darüber hinaus werde ich Zopfgummis für die Kinder mit langen Haaren im Raum haben. Das dickere Papier werde ich vorher leicht falten. Auf dem Tisch liegt das vorbereitete Papier und Stifte. In einem zugedeckten Karton liegen die Löffel. Auf dem Schrank, werden die Farben, in kleine Behälter, gefüllt stehen und die restlichen Löffel. Es wird Rot, Blau, Gelb und Grün zur Verfügung stehen. Pro Farbe sind zwei Löffel da, damit die Farben sich nicht, durch die benutzten Löffel, vermischen und immer 2 Kinder gleichzeitig eine Farbe benutzen können. Neben den Farben wird ein Eimer mit Wasser und etwas Reinigungsmittel, einem Lappen und einem Trockentuch bereit stehen, damit am Ende alles sauber gemacht werden kann. Die Kinder werden, nach der Gestaltungstechnik, mit mir zusammen etwas aufräumen, sich dann selbstständig ihre Hände waschen gehen und die Kittel im Gruppenraum auf die Fensterbank legen. Der Raum wird im Nachhinein von mir aufgeräumt und wieder so umgestellt wie er vorher war. Die Schränken, Fenster und Türen werden abgehängt sein, damit die Kinder nicht abgelenkt sind.

Verlaufsplanung

ZeitHandlungschritteZieleHandlungsintention
8:45 Uhr – 8:47 Uhr
  • Ich hole die Kinder aus der Gruppe ab und bringe sie in den vorbereiteten Raum.
  • Ich begrüße die Kinder und erkläre, dass Frau Schröter ,meine Lehrerin, und Tanja uns heute zuschauen werden.
  • Ich wirke offen.
8:47 Uhr – 8:49 Uhr
  • Nun weise ich die Kinder auf ihre Plätze ein und bitte sie sich die Kittel anzuziehen. Dazu sage ich den Kindern, dass wenn sie Hilfe beim anziehen benötigen, sie sich bitte gegenseitig helfen.
  • Durch das gegenseitige Helfen soll die Hilfsbereitschaft bestärkt werden.
8:49 Uhr – 8:52 Uhr
  • Ich lasse jedes Kind in den abgedeckten Karton greifen, dort sind die Löffel drin. Nun frage ich die Kinder, ob sie sich vorstellen können, was wir heute mit unseren Händen, den Blättern und den Löffeln machen werden.
  • Dadurch das die Kinder Überlegen sollen, was man mit Löffeln machen kann, wird ihre Kreativität gefördert.
8:52 Uhr – 8:54 Uhr
  • Schließlich bitte ich die Kinder, dass sich jeder ein weißes Blatt Papier und einen Stift nimmt. Ich bitte die Kinder, dass sie ihren Namen auf das Blatt schreiben und es dann wieder umdrehen.
8:54 Uhr – 8:56 Uhr
  • Nun zeige ich den Kindern, wie wir das Blatt Papier in der Mitte falten. Dazu legen wir das Blatt in Hochformat vor uns, jetzt nehmen wir die untere Ecke und legen diese auf die obere Ecke. Mit der einen Hand halten wir die Ecken fest und mit der anderen Hand streichen wir die Kante glatt. Das Blatt wird, danach wieder auseinander gefaltet und waagerecht vor sich hingelegt.
  • Die Feinmotorik wird gestärkt
  • Wenn die Kinder mit einer Hand die Ecken oben festhalten und mit der anderen die Kanten glatt streichen erproben sie ihre Feinmotorik.
  • Anschließend bitte ich ein Kind, die Farbe Gelb, zum Tisch zu bringen. Ich sage den Kindern, dass sie sich einen Löffel nehmen dürfen und diesen etwas in die Farbe tauchen dürfen. Nun dürfen sie die Farbe auf die eine Seite des Blattes klecksen. Jetzt sage ich den Kindern, dass sie das Blatt wieder falten und mit ihren Handflächen auf das halbe Blatt klatschen und es glatt streichen.
  • Die Selbstständigkeit wird gestärkt.
  • Die Kinder holen die Farben alleine zum Tisch und das stärkt ihre Selbstständigkeit
8:56 Uhr – 9:00 Uhr
  • Ich sage den Kindern, dass sie das Blatt jetzt wieder auseinander falten und frage, was passiert ist und was sie sehen können.
9:00 Uhr – 9:04 Uhr
  • Dann bitte ich zwei Kinder die restliche Farbe zu holen und ein Kind die anderen Löffeln. Ich sage den Kindern, dass sie sich ein neues Blatt nehmen dürfen, wieder ihren Namen auf die Rückseite schreiben und es wieder in der Mitte falten. Jetzt dürfen die Kinder auch die anderen Farben benutzen. Während die Kinder weitere Faltklatschbilder machen, frage ich jedes Kind einzeln, was sie auf ihrem Bild erkennen können und lobe sie gleichzeitig dafür.
  • Nach einigen Minuten weise ich die Kinder daraufhin, dass die Sanduhr bald durch ist und sie jetzt die letzten kleckse auf ihr Blatt machen dürfen.
  • Die Farbauswahl führt dazu, dass die Kinder genau überlegen welche Farben sie jetzt wählen und mit welchen Farben etwas aus diesem Bild entstehen könnte.
9:04 Uhr – 9:10 Uhr
  • Ich sage den Kindern, dass sie bitte die Löffel in der Mitte des Tisches hinlegen. Ich frage die Kinder, ob sie wissen wofür denn der Wagen hier steht.
  • Die Kinder bringen ihre Bilder zum Trockenwagen und setzten sich wieder hin.
  • Ich bereite die Kinder ruhig auf das End vor.
9:10 Uhr – 9:14 Uhr
  • Ich frage die Kinder, ob es ihnen Spaß gemacht hat und was genau. Jetzt frage ich die Kinder, womit wir eigentlich angefangen haben und lasse mir von den Kindern die Gestaltungstechnik reflektieren.
  • Das Erinnerungsvermögen wird gestärkt.
  • Sie überlegen, wie wir angefangen haben, dies erfordert Konzentration und das Erinnerungsvermögen wird gestärkt.
 
  • Ich sage den Kindern, dass wir jetzt aufräumen wollen und bete sie mir zu helfen. Dann verabschiede ich mich von den Kindern und sage ihnen, dass sie gleich zum Hände waschen gehen und ihre Kittel bitte im Gruppenraum auf die Fensterbank legen.
  • Ich bedanke mich bei ihnen für die tolle Mitarbeit und sage ihnen, dass es mir super viel Spaß gemacht hat.
  • Das Verständnis für das Aufräumen wird gestärkt.
  • Die Kinder lernen, dass das Aufräumen dazu gehört.

 Quelle


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